Lissabon Überblick

Geheimtipp Spätsommer 2018: Lissabon – Stadt der 7 Hügel

Lissabon ist einzigartig. Die Perle am Atlantik. Die Stadt der sieben Hügel. Jäh zerstört und mit Liebe und portugiesischem Temparament aufgebaut. Lissabon ist in Europa die Hauptstadt der Herzen, die jeden Zweifler mit ihrem besonderen Charme überzeugt. Jeder einzelne der sieben Hügel hält eine spannende Sehenswürdigkeit bereit.

Daher für euch heute 7 Tipps, die ihr unbedingt in Lissabon erlebt haben müsst!

1.  Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn

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Ihr werdet Sie finden am großen Praça do Comércio finden: Historisch, Gelb und Nummero 28. Die Tram Nummer 28 verbindet in Lissabon Martim Moniz mit dem Camplo Ourique und fährt dich durch die beliebten und sehenswerten Stadtviertel Graca, Alfalma, Baixa und Estrela. Für viele Touristen ein absoluter Klassiker. Auf deiner Tour solltest du unbedingt Ausschau halten nach:

  • Basilika da Estrela mit ihrer reicht verzierten Barock-Fassade sowie dem Jardim da Estrela
  • Portugiesisches Parlament Assembleaia da República
  • Rua Conceição, an der südlichen Seite der Baixa, unweit der Fußgängerzone und dem schönsten Plaza in Lissabon
  • Se Kathedral – die antike Kathedrale mit eindrucksvollen Ausgrabungsfunden
  • Portas do Sol, ein international  bekannter Platz in Alfama und beliebter Aussichtspunkt über das Viertel und den Tejo

2.  Besuch in Belém – das Tor zur Welt

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Nehmt euch ein paar Stunden für einen Besuch im Bethlehem von Lissabon. Genießt die vielen Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck und genießt die köstlichen Puddingtörtchen in Beléms bekannter Bäckerei.

Am einfachsten kommt ihr vom Kommerzplatz mit der modernen Straßenbahn zum Zentrum von Belém. Euer Weg von der Haltestelle zu den Highlights führt euch direkt am Rande des Tejos entlang.  Ihr werdet vielleicht als erstes dem Denkmal der Entdeckungen begegnen. Es wurde 1960 zum 500.Todestag von Heinrich dem Seefahrer errichtet. Durch das Padrão dos Descobrimentos soll an das Zeitalter der Entdeckungen erinnert werden.

Wenige Schritte weiter stößt ihr direkt auf den Torre de Belém. Als bekannteste Sehenswürdigkeit von Lissabon werden hier die Touristen Schlange stehen. Als Leuchtturm und zur Verteidigung steht nur nochneiner der beiden Zwillingstürme und kann besichtigt werden. 1515 errichtet, überlebte er 1755 das schwere Erdbeben von Lissabon.  Bis ins 19.Jahrhundert diente er der Waffenlagerung und als Gefängniszellen.

Der Weg zurück zur Hauptstraße führt euch mehr oder weniger  zum Kloster Jerónimus. Nach knapp 100 Jahren Bauzeit wurde das Kloster 1601 fertig gestellt.  Lässt euch beeindrucken von der Pracht des spätgotischen Baus, der in seinem Inneren die Sarkophage einiger portugiesischen  Berühmtheiten beherbergt. Lässt euch nicht von der langen Touristenschlange abschrecken. Die wartenden wollen wahrscheinlich nur ins benachbarte Museum.  Der Eintritt in das Kloster ist frei.

Euer Rückweg zur Haltestelle führt euch vorbei an der bekanntesten Patisserie Portugals. Kauft euch unbedint einige der köstlichen Pastéis de Belém.  Ursprünglich hatte ein Mönch des benachbarten Klosters die Idee, in dem noch heute betriebenen Geschäft Gebäck herstellen zu lassen. 1837 wurde das erste Törtchen verkauft – aufgrund des großen Ansturmes behielt man das Geheimnis bis heute für sich. Für 6,60€ bekommt ihr 6 kleine Törtchen, eine kleine Tüte Puderzucker und eine kleine Tüte Zimt. Ein Souvenirkauf, bei dem es sich lohnt gleich zu kosten!

3. Schwimmen wie ein Fisch. Zu Besuch im Oceanário de Lisboa

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Mit der U-Bahn könnt ihr direkt in das Zentrum des modernen Viertels Parque das Nações gelangen. Hier auf dem ehemaligen Expo-Gelände befindet sich das größte Indoor-Meeresaquarium Europas: das Ozeanarium Lissabon. Über 12.000 Tiere können hier bestaunt werden. Zentrales Highlight bildet das riesige Großquarium in der Mitte des imposanten Gebäudes. Mit 5 Millionen Litern Salzwasser und 7 Metern tiefe erstreckt es sich über zwei Stockwerke. In diesem zentralen Becken erwarten euch neben Haien, Barrakudas, Rochen, Thunfischen und Muränen auch ein besonders wertvoller Mondfisch. Aufgrund der anspruchsvollen Anforderungen an Haltung und Pflege dieses besonderen Fisches findet man ihn selten in Aquarien.

Um das zentrale Becken finden sich noch 4 weitere große Aquarien. Das Besondere hier: Der Besucher kann hier sowohl die Überwasserlandschaft mit Pflanzen und Vögeln, als auch die Unterwasserlandschaft beobachten. Im Laufe des Rundgangs wird man durch Flora und Faune des Nordatlantiks mit Felsenküste geführt. Kommt vorbei an der antarktischen Küste mit seinen Pinguinen, am Pazifik mit seinen Seetangwäldern und dem Indischen Ozean mit seinen tropischen Korallenriffen.

Nach eurem Besuch im Ozeanarium empfehle ich euch einen kleinen Seilbahnflug vorbei an der Skyline des ehemaligen Expo-Geländes. Die Seilbahnstation der Telecabine Lisboa befindet sich nur einen Katzensprung entfernt.

4. Bummeln von der Praça Rossio zur Praça do Comércio

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Nutzt eure freue Zeit doch für einen kleinen Stadtbummel. Beginnt euren Bummel am großen Rossio Platz. Schaut hier als erstes doch mal auf den Boden: Wellenmuster? Die Wellen greifen die Nähe des Meeres und die Bedeutung des Wassers für Lissabon auf. Auf der Statue in der Mitte des Platzes trohnt König Pedro IV, der eigentliche Namensgeber des Platzes. Nur wird der Platz trotz der Umbenennung im 19. Jahrhundert weiterhin Rossio genannt. Das große Erdbeben von Lissabon 1755 zerstörte auch den Rossio. Allerdings wurde er wieder aufgebaut, denn er zählte bereits seit dem Mittelalter zum Zentrum der Innenstadt. Im 19. Jahrhundert erhielt er zusätzlich die beiden französischen Springbrunnen aus Bronze.

Geht nun durch die Fußgängerzone Rua Augusta vorbei an den vielen Cafés, Restaurants und Geschäften. Am Ende der Rua Augusta werdet ihr durch den Arco da Rua Augusta – dem Triumphbogen schreiten. Er bildet den Auftakt der Rua Augusta. Nach dem schweren Erdbeben 1755 wurde er im Zuge der Neuplanung dieses Viertels Baixa Pombalina erbaut.

Ihr befindet euch nun auf dem riesigen Praça do Comércio am Ufer des Tejos. Bis 1755 befand sich auch hier die königliche Residenz. Das Reiterstandbild in der Mitte zu Ehren König José I, der während seiner Regentschaft die Stadt wieder aufbauen ließ.

5. Portugiesisch am Abend: Kneipen im Bairro Alto

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Ihr such das richtige Lokal für euer typisch portugiesisches Abendessen? Versucht es im Ausgehviertel Bairro Alo. Am Besten ihr geht vom Largo de Camoes die Rua do Norte hoch. Hier begegnen euch nicht nur Unmengen von Treppen und steilen Straßen, sondern auch Restaurants und Bars. Wie üblich sitzt man hier draußen auf Terrassen, oder gar auf den steilen Treppen zwischen Touristen und Einheimischen.

Wer es gern Rustikal und typisch Portugiesisch mag, dem empfehle ich das Restaurante Solar do Duque. Wer einmal hier war, wird den Charme des Lokals gleich spüren.  Wenn ihr draußen sitzt kommt mit ein wenig Glück eine traditionelle Fado-Sängerin vorbei, die ihre schwermütigen Melodien auf ganz besondere Weise erklingen lässt.

6. Königliche Residenz und Besuchermagnet: Castelo de São Jorge

Castelo de São Jorge

Unübersehbar thront die Festung Castelo de São Jorge über der Stadt der 7 Hügel und zählt damit zu den schönsten Aussichtspunkten und zu den beliebtesten historischen Stätten der Stadt. Als Festung des heiligen Georgs ist sie die Wiege der portugiesischen Hauptstadt. Bot sie im 5. Jahrhundert Schutz für die Westgoten, wurde sie später von den Mauren erobert. Erst im Jahre 1147 konnte König Dom Afonso Henriques die Festung zurückerobern. Die Festung verteidigte von nun an die Stadt.

Hab ihr den Burgberg erst erklommen, so werdet ihr mit einem einmaligen Panorama über die Stadt und das Tejo-Delta belohnt. Neben den historischen Festungsmauern und portugiesischen Gärten gibt es hier allerhand zu entdecken. Zeigt doch eine Camera Obscura im Torre des Ulisses ein 360°-Panorama über ein System aus Spiegeln und optischen Linsen.

Im Museum könnt ihr die zahlreichen Funde der vergangenen Jahrhunderte bestaunen und ihre Geschichte verfolgen.

7. Hoch hinaus: Christo Rei – ein Symbol für den Frieden

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Inspiriert durch eine Reise nach Brasilien im Jahre 1934 brachte der damalige Erzbischof von Lissabon die Idee eine Christus-Statue in Lissabon zu errichten mit nach Hause. In der Gemeinde Almada thront nun die monumentale Christus-Statue.

Von hier aus lässt sich Lissabon von einer ganz anderen Perspektive betrachten. Mit 28 Metern Höhe (auf einem 75 Meter hohen Sockel) ist sie fast von jedem Punkt in Lissabon aus sichtbar. Absoluter Geheimtipp: Möchtet ihr diesen besonderen Ort besuchen? So startet eure Reise am Fähranleger Cais do Sodré. So fahrt ihr mit der Fähre den Tejo entlang – vorbei an der Skyline von Lissabon direkt bis zum Fuße der Statue. Dort angekommen könnt ihr mit einem Aufzug im Inneren des Monuments die 75 Meter nach oben fahren und genießt nun das wundervolle Panorama.